Kaze 風 — die Apps, zu denen man greift, ohne es zu wollen, für eine Weile weglegen.
Kaze ist eine iOS-App, die ausgewählte Apps für einen selbst gesetzten Zeitraum sperrt. Verlängern geht sofort; verkürzen nur über einen Notfallcode, der per E-Mail kommt. Kaze zählt nichts mit, wertet nichts aus und verlangt kein Konto — und es erfährt nicht einmal, welche Apps gesperrt sind.
Kurzes Gespräch, 20 Minuten — unverbindlich.

Das Problem
Zwischen „ich schaue kurz etwas nach“ und „ich habe zwanzig Minuten gescrollt“ liegt keine Entscheidung. Es passiert einfach. Der Griff zum Telefon ist schneller als der Gedanke daran.
Die üblichen Gegenmittel setzen genau an der falschen Stelle an: Sie zeigen einem hinterher, wie lange es war. Ein Wochenbericht über verlorene Stunden ändert nichts an dem Moment, in dem man greift — er kommt am Sonntag, und der Moment war am Dienstag.
Was Kaze tut
Apps auswählen, Dauer einstellen, Riegel zuschieben. Danach sind sie weg. Nicht für immer — bis die Zeit abgelaufen ist.
Die Auswahl läuft über Apples eigenes Auswahlfenster und die Bildschirmzeit-Freigabe. Kaze bekommt von iOS unlesbare Kennungen zurück; Namen und Symbole zeichnet iOS selbst. Das ist kein Zugeständnis an den Datenschutz, sondern die Bauweise: Kaze erfährt nie, welche Apps gesperrt sind.
Die eine Entscheidung, aus der alles folgt
Kaze ist absichtlich unsymmetrisch.
Verlängern geht sofort — eine Drehung am Zifferblatt, fünf Minuten mehr, ohne Umweg. Verkürzen gibt es nicht. Es gibt nur das vollständige Entriegeln, und dafür braucht es einen Notfallcode, den Kaze per E-Mail schickt.
Dazwischen liegen zwei Bremsen: eine Nachdenkpause von fünfzehn Sekunden mit einem Knopf, der die Sperre weiterlaufen lässt, und danach der Umweg über das Postfach. Zusammen etwa eine Minute. Klein genug für einen echten Notfall, groß genug gegen „nur kurz“.
Der Grund ist einfach: Ein Abbrechen-Knopf wäre genau das, was man in dem Moment drückt. Wer sich selbst noch weniger zutraut, schaltet den Strikten Modus ein — dann geht die Code-Mail erst zehn Minuten nach der Anforderung raus.
Was Kaze nicht tut
Kaze zählt nicht mit. Es gibt keine Auswertung, keine Serie, keinen Punktestand und niemanden, bei dem man sich anmeldet. Kein Konto, keine Gerätedaten, keine Kennung.
Das ist kein weggelassenes Feature, sondern die Bauart. Eine App, die Ruhe herstellen will und dafür einen Punktestand vergibt, hat sich in dem Moment gegen sich selbst gestellt — sie liefert genau den Reiz zurück, den sie eigentlich unterbrechen sollte. Kaze verspricht Ruhe, nicht Ertrag.
Was übrig bleibt, ist eine Sperre und eine Uhr. Mehr braucht es nicht.
Der Name
風 heißt Wind. Der Wind lässt sich nicht festhalten, und er hört von selbst wieder auf.
Warum eine Softwareschmiede eine solche App baut
Kaze ist unser erstes iOS-Produkt und in einer Hinsicht untypisch für dieses Haus: Es hat keinen Firmenkunden, kein Lastenheft und kein Umsatzziel, das über ihm hängt.
Es ist trotzdem kein Nebenprodukt. Kaze ist der Ort, an dem wir eine Haltung, die wir bei Kundenprojekten dauernd vertreten, einmal ohne Kompromiss durchziehen: dass Weglassen eine Entscheidung ist und keine Lücke, dass eine Anwendung nicht sammeln muss, was sie nicht braucht, und dass „das könnten wir auch noch einbauen“ die teuerste Frage in jedem Produkt ist.
Wer wissen will, wie wir arbeiten, kann sich Referenzen ansehen. Oder eine App, bei der niemand außer uns entschieden hat, was drinbleibt.
Stand
Kaze ist in Entwicklung und noch nicht im App Store. Die öffentliche Produktseite liegt unter kaze.neckarshore.ai.
Ein Veröffentlichungsdatum nennen wir erst, wenn es belastbar ist — lieber keines als ein gerissenes.
Häufige Fragen
Was ist Kaze?+
Kaze ist eine iOS-App, die ausgewählte Apps für einen selbst gesetzten Zeitraum sperrt. Man wählt die Apps, stellt eine Dauer zwischen einer und vierundzwanzig Stunden ein und schiebt den Riegel zu — danach sind sie weg, bis die Zeit abgelaufen ist. Kaze zählt dabei nichts mit: keine Auswertung, keine Serie, kein Punktestand, kein Konto. Es ist unser erstes iOS-Produkt.
Warum kann ich eine Sperre nicht einfach abbrechen?+
Weil ein Abbrechen-Knopf genau das wäre, was man in dem Moment drückt. Kaze ist absichtlich unsymmetrisch: Verlängern geht sofort mit einer Drehung am Zifferblatt, ohne Umweg. Verkürzen gibt es nicht — nur das vollständige Entriegeln, und dafür braucht es einen Notfallcode, den Kaze per E-Mail schickt. Davor liegt eine Nachdenkpause von fünfzehn Sekunden. Zusammen etwa eine Minute: klein genug für einen echten Notfall, groß genug gegen „nur kurz“.
Sieht Kaze, welche Apps ich sperre?+
Nein, und das ist keine Einstellung, sondern die Bauweise. Die Auswahl läuft über Apples eigenes Auswahlfenster; was Kaze von iOS zurückbekommt, sind unlesbare Kennungen. Namen und Symbole zeichnet iOS selbst, Kaze bekommt sie nie zu sehen. Auch die Notfallcode-Mail verrät nichts: im Betreff steht „1 App“ oder „3 Apps“, nie ein App-Name.
Was schickt Kaze an Server?+
Nur das, was für die Notfallcode-Mail nötig ist — der Versand braucht eine E-Mail-Adresse und einen Code. Es gibt kein Konto, keine Anmeldung, keine Nutzungsauswertung und keine Gerätedaten. Welche Apps gesperrt sind, erfährt kein Server, weil Kaze es selbst nicht weiß.
Warum baut eine Softwareschmiede eine solche App?+
Kaze hat keinen Firmenkunden und kein Lastenheft — und ist trotzdem kein Nebenprodukt. Es ist der Ort, an dem wir eine Haltung, die wir in Kundenprojekten dauernd vertreten, einmal ohne Kompromiss durchziehen: dass Weglassen eine Entscheidung ist und keine Lücke, dass eine Anwendung nicht sammeln muss, was sie nicht braucht, und dass „das könnten wir auch noch einbauen“ die teuerste Frage in jedem Produkt ist.
Wann ist Kaze verfügbar?+
Kaze ist in Entwicklung und noch nicht im App Store. Ein Veröffentlichungsdatum nennen wir erst, wenn es belastbar ist — lieber keines als ein gerissenes. Die Produktseite liegt unter kaze.neckarshore.ai.